Vereins Chronik

Chronik des Vereins

Die anschließende Dokumentation befasst sich bis auf wenige Ausnahmen mit der allgemeinen Entwicklungsgeschichte des Vereins. Die sportlichen Geschehnisse mit Berichten, Ergebnissen, Tabellen etc. werden abteilungsbezogen aufgearbeitet und nach und nach der Geschichte beigefügt.
Der Schreiber der Chronik war und ist bemüht die Ereignisse so ausführlich und richtig wie möglich zu schildern.


Zeitzeugen wurden befragt, Archive durchforstet, Bilder und Publikationen aller Art gesammelt, eine Arbeit, die immer noch nicht abgeschlossen ist. Eine gewisse subjektive Betrachtungsweise durch die Zeitzeugen und Autoren ist nicht auszuschließen und sie wird bei der Fortschreibung der Chronik wohl auch weiterhin nicht auszuschließen sein. Diese Chronik erhebt deshalb auch nicht den Anspruch auf absolute Richtigkeit und Vollständigkeit der Darstellungen. Der Autor ist für Ergänzungen, Richtigstellungen und natürlich auch für Materialien, die der weiteren Aufbereitung unserer Geschichte dienen, sehr dankbar.
Diese Darstellung der Vereinsgeschichte ist offen für eine permanente Fortschreibung und natürlich auch für Korrekturen oder weitere Konkretisierungen. Ein zugegebenermaßen sehr hohes Ziel ist es, alle erdenklichen Objekte, seien es Bilder, Presseveröffentlichungen, Tabellen, Spielergebnisse, persönliche Schilderungen, etc, zu sammeln und zu katalogisieren um dieses Puzzle zu einem großen Gesamtbild zusammenzufügen.


Quellenverzeichnis:
Ortenauer Bote, OT, Stadtarchiv, Festschrift 50 Jahre SCO, Festschrift 25 Jahre Einwohnergemein- schaft, und viele „Ehemalige”, die mit Bildern und persönlichen Schilderungen zu dieser Chronik beigetragen haben.

Mein Dank gilt Allen, die mich in meiner Arbeit unterstützt haben und hoffentlich noch weiter unterstützen werden. An Mitarbeit interessierte sind herzlich dazu eingeladen.

 

Klaus Hatz

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1929

Gründung

Schon in einem Artikel zum neuen Jahr 1929 war im „Ortenauer Bote”, dem Vorläufer unseres OT, von dunklen Wolken am Horizont zu lesen. Das Deutsche Reich und die gesamte Wirtschaft litten immer noch unter den horrenden Reparationszahlungen an die Siegermächte des Ersten Weltkrieges. Das Staatsdefizit zwang die Reichsregierung an allen Ecken und Enden zu sparen. Am meisten spürten dies natürlich die Ärmsten der Armen. Arbeitslosigkeit, Armut, eine zunehmend instabile politische Lage und das Erstarken der Nationalsozialisten prägten die Zeit. Unsere Gründerväter, größtenteils aus einfachsten Verhältnissen stammend, wohnten fast Alle in der Ihlenfeldkaserne. Gegenseitiges Helfen, Zusammenhalt – all das, was man gemeinhin als Solidarität bezeichnet – half Vielen über diese schwere Zeit hinweg. Im Mai 1929 trafen sich auf Initiative von Oskar Wallasch junge Männer im Gasthaus „Zur Eintracht” und gründeten den Sport-Club Offenburg. Die Stadt wies dem jungen Verein den Kasernenhof als Spielfeld zu. Dem damaligen Gewerkschaftsvorsitzenden Georg Durban wurde die Leitung des Vereins übertragen.
1931

Vor dem Krieg

In diesem Jahr wechselte man das Vereinslokal und traf sich fortan in der „Augustaburg”. Der Leiter der städtischen Milchzentrale Jakob Nusser und anschließend Bäckermeister Engelbert Heck bestimmten die Geschicke des Vereins. Die sportlichen Erfolge traten ein und zuletzt spielte die Mannschaft in der Badischen Kreisliga, welche mit der heutigen Kreisliga aber nichts gemeinsam hat. Baden-Oos, Riegel, Kehler FV, Lahrer FV etc. hießen die Gegner.
1932

Vor dem Krieg

Im Verein wurden aber nicht nur sportliche Ziele verfolgt. Unter der Regie von Herrn Reinfahrt gab eine Theatergruppe mit viel Erfolg öffentliche Vorstellungen. Ebenso spielte eine kleine Musikkapelle bei vielen Gelegenheiten zur Freude Aller. Fast 250 Mitglieder verdeutlichen die Zusammengehörigkeit und den Zusammenhalt in dieser Zeit der höchsten Arbeitslosigkeit in der Reichsgeschichte. Bäckermeister Heck und Metzger Brotscholl sorgten oft für das leibliche Wohl der Kasernerfußballer, wie der Sport-Club auch oft genannt wurde.
1933 - 1934

Vor dem Krieg

Die Mannschaft war auf dem besten Weg in die nächste höhere Spielklasse, doch der Verein wurde ein Opfer der von den Nationalsozialisten betriebenen Gleichschaltungspolitik und fusionierte zwangsweise mit dem OFV. Das gleiche Schicksal ereilte die DJK Offenburg. Dokumente aus der damaligen Zeit sind leider nicht mehr vorhanden oder wurden trotz intensiver Suche in Archiven und anderen Quellen nicht oder noch nicht gefunden. Aufschluss hierüber gibt lediglich ein kleiner Artikel in der „Ortenauer Rundschau” vom 9. September 1933 über die Generalversammlung des OFV. Die OFV Mitglieder stimmten für die Fusion mit dem Sport Club. Doch nur ein kleiner Teil der Mannschaft schloss sich dem OFV an. Das Gros wechselte zum RSTG Jahn.
1950

Wiedergründung

Nach dem Krieg wurden bereits 1949 erste Anstrengungen zur Wiederbelebung des Sport-Club Offenburg unternommen. Schon während des Krieges kickten die Hildboltsweirer Buben auf einer Wiese neben der Siedlung und dachten an einen eigenen Fußballclub. Alfred Schwarz, Helmut Staib, Günter Goos und Isidor Schwendemann waren die jungen Antriebskräfte. Im Verbund mit ehemaligen SCO-Spielern aus der Kaserne nahm die Sache Gestalt an. Am 24. Oktober 1950 trafen sich dann alte und neue „Sportclubler” zur offiziellen Gründungsversammlung im Gasthaus „Feldschlössle” in Hildboltsweier. Der größte Teil der Mitglieder wohnte in Hildboltsweier, das in den 30er Jahren noch Siedlung am Exerzierplatz hieß. Der Verbundenheit der jungen Sportler zur Siedlung und der Tradition des Vorkriegvereins wurde im Vereinsnamen Rechnung getragen. 1956 gab sich der Verein den Namen Sport-Club Offenburg 1929/50 e. V., was nicht bei allen Mitgliedern auf Gegenliebe stieß. Die Offenheit des Vereins für den entstehenden neuen Stadtteil Albersbösch sollte aber auch im Vereinsnamen deutlich werden. Ernst Prenzlow einer der Mitinitiatoren der Wiedergründung, wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt. Prenzlow führte den Verein sehr erfolgreich bis Ende 1956. Das erste Spiel des jungen SCO fand beim Paten-Verein VfR Elgersweier statt. Fast ganz Hildboltsweier war auf den Beinen, um der jungen Mannschaft den Rücken zu stärken. Karl Hoffmann leitete die Partie. Spielausschuss Decker vom VFR Elgersweier wünschte in seiner Ansprache dem Sport-Club alles Gute. begannen erste Arbeiten am neuen Sportplatz auf der anderen Seite der Bahnlinie. Von Albersbösch war, mit Ausnahme der Siedlungshäuser im Fasanenweg, noch nichts zu sehen.
1951

Spielfeld

Im Frühjahr 1951 wurde am neuen Spielfeld weitergebaut und noch im gleichen Jahr wurde der Platz feierlich eingeweiht. Einer der ersten Gegner war die Vorkriegs-Traditionsmannschaft. Die Begegnung endete freundschaftlich 2:2 unentschieden. Die Rundenspiele der Mannschaften fanden bis dahin gänzlich auswärts statt.
1952 - 54

Pokalsieger

Schon in den ersten Jahren nach der Wiedergründung gelang es eine spielstarke Mannschaft aufzubieten. 1952 wurde die Mannschaft Bezirkspokalsieger. Im Finale in Elgersweier besiegte man den 2 Klassen höher spielenden SV Zunsweier durch ein Tor von Eugen Durban mit 1:0. Torwart Klaus Göbel wurde als bester Spieler ausgezeichnet und erhielt ein Paar Kickschuhe. Die Mannschaft stieg in derselben Saison in A-Klasse auf und Mitte der 50er Jahre stand der Verein an der Schwelle zur 2. Amateurliga. In einem entscheidenden Spiel gegen den FV Schutterwald verlor man durch ein schon Legende gewordenes Eigentor von Hans Prenzlow mit 1:2 Toren. Jener Hans Prenzlow wurde Jahrzehnte später Vorsitzender beim FV Schutterwald, was viele alte Veteranen zum Schmunzeln brachte. Die Identifikation der Hildboltsweirer mit Ihrem Sport-Club war Ehrensache. So wurde 1953 mit Hilfe der Stadt, aber hauptsächlich durch Eigenarbeit der Mitglieder die Tribüne mit einer Mehrzweckhalle und einer Waschgelegenheit errichtet. Ernst Prenzlow, Wilhelm Simon und Andere bürgten zum Teil mit dem eigenen Vermögen für den Verein.
1955 - 60

Verein wächst

Mitte der 50er Jahre begann Albersbösch zu wachsen. Viele Vertriebene aus den ehemaligen Ostgebieten Deutschlands fanden hier eine neue Heimat. Integration war auch schon damals für den Verein kein Fremdwort. Mit dem Stadtteil wuchs auch der Sport-Club Offenburg. Die Jugendabteilung prosperierte und brachte eine Vielzahl von talentierten Spielern hervor, die dem Verein bis ins Seniorenalter treu blieben. Von den 50er Jahren bis auf einen kurzen Einbruch Ende der 80ziger Jahre galt die SCO-Jugend als eine der Besten im Bezirk. In der 2ten Hälfte der 50er gründete sich auch eine Tischtennisabteilung, die aber kurz darauf den Spielbetrieb wieder einstellte.
1957

1957 übernahm Michel Aiwanger für kurze Zeit das Amt des ersten Vorsitzenden, ehe Fritz Schumacher für weitere 5 Jahre das Vereinszepter übernahm.
1958

Neue Baracke

1958 ging ein weiterer langgehegter Wunsch in Erfüllung: Mit viel eigenem Engagement wurde die Baracke errichtet. Die Baracke stand zuvor beim damaligen städtischen Krankenhaus und diente als Verwaltungsgebäude. Sie bestand aus zwei Räumen, wovon ein Raum zu Beginn der 60er Jahre als Gaststätte ausgebaut wurde. Der andere Raum diente unter anderem der Mädchengymnastikgruppe als Übungsraum. Aber es wurde nicht nur geturnt, sondern auch Faustball gespielt. Die Faustballmannschaft des Vereins feierte große Erfolge. Das Problem war, dass viele Faustballer auch gleichzeitig Fußball spielten. Mitte der 60er wurden durch Fritz Schumacher die Prioritäten Richtung Fußball gesetzt. Der Faustball im SCO war am Ende und einige Spieler schlossen sich der OFG an. Einer der Ehemaligen (Edgar Kramer) wurde später mit der OFG mehrfacher Deutscher Meister.
1961 - 63

Umbau

Die 1957 aufgelöste Tischtennisabteilung erwachte unter Günter Molinaro zu neuem Leben. Die Tischtennisabteilung, die jetzt in der neu erbauten Turnhalle der Eichendorffschule spielte, sollte sich zu einem festen Bestandteil im SCO-Vereinsleben entwickeln. Die Mehrzweckhalle unter der alten Tribüne war nun überflüssig. An deren Stelle bekam der Sport-Club mit städtischer Hilfe endlich einen zeitgemäßen Umkleidetrakt. 1962 übernahm Michel Aiwanger für 2 Jahre das Amt des 1. Vorsitzenden für den gesundheitlich angeschlagenen Fritz Schumacher. In dieser Zeit wurde die Baracke als Gaststätte umgebaut und der Verein hatte sein eigenes Vereinslokal. Erster Vertragspächter der Gaststätte war unser Ehrenmitglied Heinrich Simon.
1964 -66

Fritz Schumacher

Fritz Schumacher kehrte nach seiner Genesung wieder auf die Kommandobrücke des Vereins zurück. Als mit Henry Buchinger, der damalige Torschützenkönig der 1. Amateurliga Südbaden, als Spielertrainer zum Verein stieß, war der sportliche Höhenflug nicht mehr aufzuhalten. Mit einer Mischung aus Routiniers und jung Spielern gelang 1966 der Aufstieg in die A-Klasse Offenburg, die der heutigen Bezirksliga entspricht. Leider erlebte Fritz Schumacher diesen Triumph nur noch als kranker Mann. Er starb im Mai 1967. Im entscheidenden Spiel gegen den FV Biberach machte die Mannschaft den Halbzeitrückstand von 1:3 wett und siegte mit 5:3.
1971 - 72

Pokalsieg

Nach dem allzu frühen Tod von Franz Hatz Senior Ende 1970, übernahm Paul Hoffmann das schwere Erbe. Es gelang ihm, das Vereinsschiff auf Kurs zu halten. Der 1. Tischtennismannschaft gelang in diesem Jahr erstmalig der Aufstieg in die Landesliga. Nach dem Abgang von drei Leistungsträgern konnte die Klasse aber leider nicht gehalten werden. Die 1. Fußballmannschaft spielte zeitweise einen tollen Fußball, wurde 1972 Bezirkspokalsieger und besiegte in der Verbandspokalrunde so renommierte Gegner, wie den VfR Elgersweier. Unvergessen ist Vielen der grandiose 4:1 Pokalerfolg gegen den 1. Amateurligisten Kehler FV. Der Aufstieg blieb dieser spielstarken Mannschaft jedoch vergönnt, und sie musste sich mehrmals mit Rang 2 oder 3 zufrieden geben. Auch der Fußballnachwuchs und die Tischtennisabteilung machten eine sehr gute Figur.Der Weggang von Fußballjugendtrainer Felix Schmidt und einiger Leistungsträger bedeutete eine große Schwächung ganzer Jahrgänge. Über Jahre hinaus konnte dieser Adererlass nicht kompensiert werden. In der Mannschaft standen einige Jungs, die später Karriere machten. Die bekanntesten unter Ihnen sind Michael Hertwig, Christian Kupka und Klaus-Dieter Waslikowski.
1972 - 76

Schwere Zeit

Ab 1972 stand Bernd Biekarck an der Spitze des Sport-Club Offenburg. Trotz seines hohen finanziellen Engagements und der dadurch möglichen Verpflichtung von einigen Spielern aus der damaligen 2. Amateurliga blieb die A-Klasse (heute Bezirksliga) ein Wunschtraum. Stattdessen musste man 1978, 2 Jahre nach der Ära Biekarck, den bitteren Weg in die unterste Liga antreten. Auch finanziell war der Verein schwer angeschlagen.
1977 - 79

Dieter Klatt

Eine, bis auf Paul Hoffmann, komplett neue Führungscrew mit Dieter Klatt an der Spitze setzte ab 1977 neue Akzente. Binnen eines Jahres gelang es das Vereinschiff wieder auf Kurs zu bringen. Die zusätzliche Ausrichtung des Vereins auf den Breitensport trug ab 1979 erste Früchte. Eine Frauengymnastikgruppe wurde gründet und bald darauf rundete eine Badmintonabteilung das sportliche Angebot des Vereins ab. Das „SCO-Echo” als erste regelmäßig erscheinende Vereinszeitung trug maßgeblich zu dieser erfreulichen Entwicklung bei. Die Vereinszeitschrift war ein toller Werbeträger und wurde in seiner besten Zeit in einer Auflage von 3000 Stück gedruckt und kostenlos an alle Haushalte in Albersbösch, Hildboltsweier und Uffhofen verteilt. Die Höhepunkte des Jahres 1979 waren zweifelsohne die Veranstaltungen zum 50jährigen Vereins- jubiläum. Das niveauvolle Festbankett mit dem damaligen Stadtrat Werner Freytag als Laudator und das schöne Rahmenprogramm ist Vielen noch in bester Erinnerung. Mit dem ersten großen Hobby-Fußball-Turnier gelang dem Verein der große Wurf. 64 Mannschaften nahmen schon beim ersten Mal daran teil. Das „Hobby-Turnier” wurde auf Jahre hinaus zu einer festen Größe im Ortenauer Sportkalender. Neben den klassischen sportlichen Vereinsaktivitäten, waren diese Erfolge natürlich eine gute Argumentationshilfe bei der Forderung nach einem neuen Clubhaus. Starke politische Widerstände mussten überwunden werden. Doch die unermüdliche Lobbyarbeit von Dieter Klatt und seine guten Kontakte zur politischen Spitze wurden im Jahr 1981 belohnt. Doch dies wäre auch Alles nicht möglich gewesen ohne die Tausende von freiwillig geleisteten Arbeitsstunden am Bau. Alle anderen Helfer mögen es uns verzeihen, wenn wir hier Paul Hoffmann und Gerhard Gentner besonders erwähnen. Sie verbrachten in der Bauphase nahezu Ihre gesamte Freizeit auf der Baustelle. Am 21. Mai 1981 wurde das Clubhaus feierlich eingeweiht.
1980 - 82

Neubau

Der Abriss der Tribüne und der Baracke, der Neubau des Clubhauses und die Erneuerung des Rasenplatzes waren in diesen Jahren die herausragenden Ereignisse. Sportlich war die Südbadische Meisterschaft unserer TT-Schüler der Höhepunkt. Die Erfolge der Fußballer hielten sich in Grenzen. Erste Anzeichen des fußballsportlichen Niedergangs waren erkennbar.
1983 - 87

Badminton top

1983 übernahm Manfred Berg die Amtsgeschäfte des 1. Vorsitzenden. Kameradschaftspflege stand hier im Mittelpunkt. Einzige Highlights in dieser Zeit waren die Hobby-Fußball-Turniere. Beim traditionellen Frühschoppen am Sonntagmorgen waren hochrangige Vertreter der Stadt, die Vertreter der örtlichen Vereine und der ehemalige Staatssekretär im Innenministerium des Landes Baden-Württemberg, Robert Ruder, gerngesehene Gäste. Sportliches Aushängeschild war in dieser Zeit die Badmintonabteilung. Nach nur drei Jahren schafften sie es bis in die Verbandsliga aufzusteigen. Mehrere vordere Plätze bei der Baden-Württemberg-Rangliste und bei Bezirksmeisterschaften rundeten die Erfolgsbilanz ab.
1988 - 91

Aufstieg

Heinz Grasser löste Manfred Berg in der Vereinsführung ab. 1989 konnte die Schüler- mannschaft der Tischtennisabteilung zum 2ten Mal in der Vereinsgeschichte die südbadische Meisterschaft erringen und die Jungenmannschaft konnte sich für 2 Jahre in der Landesliga halten. Die Bemühungen, auch eine spielstarke 1. Fußballmannschaft aufs Feld zu schicken, wurden verstärkt. 1991 gelang dann endlich der Wiederaufstieg in die Kreisliga A. Im Relegationsspiel gegen den SC Sand erzielte Frank Waslikowski in der Verlängerung den Treffer zum entscheidenden 1:0. Es war auch ein Signal, die Jugendarbeit im Verein wieder aufzunehmen. Eine Kleinfeld-D-Juniorenmannschaft war in diesem Jahr der bescheidene Anfang. Ein großer Wermutstropfen war der Abstieg der Fußballer nach nur einem Jahr.
1992 - 94

Mehr Kinder

Als Rainer Petereit mit Sohn Timo auf dem Platz auftauchte und eine Bambinitruppe aufstellte war dies der Anfang einer unglaublichen Erfolgsgeschichte. Joachim Rüger, Wolfgang Kopf, Jürgen Ludäscher und Günter Bätzler hatten als engagierte Trainer an diesem Erfolg maßgeblichen Anteil. Immer mehr Buben und auch Mädchen fanden den Weg zu uns. Das große Engagement vieler Eltern, insbesondere vieler Mütter, trugen ein Übriges dazu bei. Die Jugendabteilung erblühte, wie einst in den 60-er Jahren. Die Badmintonabteilung ging 1992 mit dem LV Ettenheim eine Spielgemeinschaft ein und spielte mehrere Jahre in der Badenliga.
1995 - 96

Fußball & Tischtennis

Mit Markus Schilli (Badminton) wurde erstmals ein Mann 1. Vorsitzender, der nicht aus der Fußballabteilung stammte. Die Fußballjugend wuchs in dieser Zeit weiter und auch die Tischtennisspieler und Badmintonabteilung spielten erfolgreich.
1997 - 00

Robert Bleichert

1997 betrat Robert Bleichert, ein SCO-Urgestein, die Chefetage des Clubs. Der Verein litt zunehmend unter den hohen Energiekosten. Die wachsende Zahl von Jugendlichen brachte den Verein an die Grenzen seiner Kapazität. Robert Bleichert und seinem Team gelang es in dieser Zeit die Finanzen im grünen Bereich zu halten. Erstmals wurde 1997 eine Badmintonstadtmeisterschaft durchgeführt. Bis heute findet diese Veranstaltung statt, jetzt allerdings unter Federführung des neu gegründeten Badmintonclub Offenburg. Mit Werner Sabrowski erhielt 1998 erstmalig ein SCO Funktionär die Sportehrennadel in Gold der Stadt Offenburg. Ab 1979 war er auch Tischtennisbundesschiedsrichter und seit 1994 als internationaler Schiedsrichter bei Europa – und Weltmeisterschaften im Einsatz.
2001 - 02

Herber verlust

Gert Straube wurde erster Vorsitzender. Dieses Amt gab er 2002 aus gesundheitlichen Gründen auf. Ein großer Verlust war die Verselbständigung unserer Badminton-Cracks ab 2002. Der Verein verlor auf einen Schlag über 70 Mitglieder. Auch finanziell geriet der Verein in schweres Fahrwasser.
2002 - 03

Titel

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde am 6. September 2002 eine gänzlich neue Führungsmannschaft gewählt. Die neue Vorstandschaft mit den Jugendleitern Rainer Petereit und Uwe Suhm an der Spitze gab Anlass zur Hoffnung, zumal auch erfahrene Funktionäre wie Dieter Klatt und Klaus Hatz wieder mit ins Boot stiegen. Binnen weniger Jahre gelang es den Verein finanziell zu konsolidieren und auch im sportlichen Bereich ging es stetig aufwärts. Zahlreiche Meisterschaften bei den Fußball- und auch Tischtennisjunioren konnten eingefahren werden. Während es die Besten unserer Tischtennisspieler wieder bis in die Landesliga schafften, gelang es der 1. Fußballmannschaft leider nicht, aus der B-Klasse aufzusteigen. Immer wieder wurden und werden unsere besten Jungs von anderen Vereinen abgeworben. Es blieb und bleibt oberstes Ziel des Vereins den in den höheren Jugendligen spielenden Jugendlichen auch bei den Senioren eine sportliche Perspektive zu bieten. Die Höhepunkte des Jahres 2004 waren die Veranstaltungen anlässlich des 75-jährigen Vereins- jubiläums. Das Festbankett, das – so war es in der Presse zu lesen – Maßstäbe setzte und auch der Auftritt der Toto-Lotto-Elf gegen eine Ortenauauswahl waren Meilensteine und trugen sehr zu einer positiven öffentlichen Wahrnehmung der Arbeit im SCO bei – insbesondere auch bei den Verantwortlichen der Stadt Offenburg. Doch auch an den Außenanlagen und am Clubhaus wurde viel gearbeitet. Das an vielen Stellen marode Clubhaus wurde ausgebessert, mit neuer Elektrik und einer neuen effizienteren Heizanlage ausgestattet. Der Hartplatz wurde ebenfalls mit einem erheblichen Kostenaufwand erneuert Spenden sowie Mittel des Badischen Sportbundes und der Stadt ermöglichten diese längst notwendige Maßnahme. Im Oktober 2005 erklärte Rainer Petereit seinen Rücktritt und Uwe Suhm führte den Verein bis zur nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung weiter.
2006 - 08

Auszeichnungen

Uwe Suhm wurde nun auch offiziell in seinem Amt als 1. Vorsitzender bestätigt. Mit Thomas Martin als 2. Vorsitzender konnte ein hervorragender Mann in die Führungsspitze geholt werden. Die Junioren des Vereins blieben sowohl bei den Fußballern, als auch beim Tischtennis auf Erfolgskurs. Die Verleihung des Sepp-Herberger-Preis des DFB an den Sport-Club Offenburg war der absolute Höhepunkt beim Sportfest in 2006. Mit den Meisterschaften der Fußball B- und A-Junioren in der Verbandsstaffelrunde 2006/2007 und den damit verbundenen Aufstiegen in die Juniorenligen feierte der Verein seinen bisher größten sportlichen Erfolg. In der Rangliste des Bezirks Offenburg – cirka 125 Vereine – belegte der SCO hinter dem OFV den zweiten Platz. Die Fertigstellung des Festplatzes im selben Jahr – finanziert durch Ausgleichsgelder der Stadt für die neue Justizvollzugsanstalt – dokumentierte ausdrücklich auch die allgemeine Anerkennung der Jugend- und Integrationsarbeit des Vereins. Die Zugehörigkeit der A-und B-Junioren zur höchsten Liga auf Verbandsebene zeigte dem Verein aber auch die Grenzen auf. Die Hoffnung auf mögliche Verstärkungen aus der Umgebung erfüllte sich nicht, so dass die Junioren wieder in die Verbandsstaffeln zurückkehren mussten. Der lang ersehnte Aufstieg der 1. Mannschaft in die Kreisliga A in der Saison 2007/2008 war die verdiente Ernte der jahrelangen Jugendarbeit. Und dies, obwohl dem Verein durch materielle Anreize immer wieder die besten Fußballer abgeworben wurden. Die allgemeiner Anerkennung der Vereinsjugendarbeit zeigte sich auch mit dem durch DFB- und öffentliche Gelder errichteten Minispielfeld für unsere jüngsten Fußballer. Viele anerkennende Worte gab es bei der Einweihung der Anlage am 12. Juli 2008.

Sport Club Offenburg 1929/50 e. V.

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