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Offensiv gefährlicher werden

Fußball-Landesligist SC Offenburg hadert mit der Diskrepanz seiner Auftritte
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Fußball-Landesligist SC Offenburg hadert mit der Diskrepanz seiner Auftritte


Hinter Fußball-Landesligist SC Offenburg liegt eine Hinrunde, die sich hauptsächlich im unteren Mittelfeld und der Abstiegszone des Klassements abspielte. "Der Klassenerhalt war bereits im Sommer unser erklärtes Ziel. Aber wir hätten uns das ständige Auf und Ab gerne erspart. Dazu gehört vor allem diese unerklärliche Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsauftritten", erklärt Narek Sermanoukian, Sportchef der Offenburger.
Unter dem Strich ergaben vier Siege, drei Remis und neun Niederlagen 15 Punkte und Rang 14 im Klassement – eine Platzierung am gefährlichen Rand der Abstiegszone zur Bezirksliga. "Im Saisonverlauf haben sich viele Themen aufgetan. In der Vorbereitung wurde bereits spürbar, dass in der langen Corona-Pause viele Spieler nicht so vorgearbeitet hatten, wie das vielleicht angeraten gewesen wäre. Daraus hat sich bis in die Saison hinein ein gewisses Fitness-Problem zuzüglich weiterer Verletzungen ausmachen lassen", sagt Sermanoukian.

Von Beginn an fiel auf, dass die Offenburger an die Heimstärke der Vorjahre anknüpfen und so lange Zeit konstant zu punkten vermochten. "Dagegen haben wir auswärts ein paar richtige Klatschen kassiert – 0:5 in Mörsch, 1:4 in Ottersweier, 0:4 in Stadelhofen, 0:3 in Ulm. Bei starken Gegnern kann man verlieren, aber für direkte Konkurrenten waren wir phasenweise so etwas wie ein Steigbügelhalter", fasst er es zusammen.

Diese eklatante Diskrepanz in den Auftritten könne man sich bis heute nicht schlüssig erklären. "Mangelnde Motivation kann nicht alleinig dafür verantwortlich sein. Das Miteinander stimmt. Aber wir haben zahlreiche frühe Gegentreffer kassiert. Das löst bei den Spielern auch im Kopf etwas aus", so Sermanoukian. Hinzu kamen die angesprochenen konditionellen Probleme.

Fast fatal wäre es gekommen, als den Offenburgern nach einem 1:0 gegen Bühl am fünften Spieltag in neun Begegnungen kein Sieg mehr gelang. Der Verein und das Trainerteam Jürgen Wippich/Sergej Herter kamen überein, sich zu trennen. "Wir hätten gerne mit beiden weiter zusammengearbeitet, aber die Trainer sahen nach Ausschöpfen aller Möglichkeiten keine Lösungsansätze mehr", bedauert Sermanoukian die Trennung.

Der einstige SCO-Spieler Timo Petereit übernahm – und schaffte zum Jahresausklang mit dem 3:1 beim SV Sinzheim den ersten Auswärtsdreier der Runde. "Das war enorm wichtig, das Selbstvertrauen kam so ein klein wenig zurück", so Sermanoukian.

In der Rückrunde soll das Team angesichts von einer Bilanz 16:34-Toren vor allem offensiv wieder erfolgreicher werden. "Wir haben uns ganz oft zu stark hinten rein drängen lassen. Hier müssen wir nächstes Jahr ansetzen, wieder gefährlicher werden", so Sermanoukian. Personell wird sich in der Winterpause einiges ändern, so die sportliche Leitung. "Drei Spieler werden uns verlassen, zwei Neue kommen hinzu", deutet er an.

Die weitere Zusammenarbeit mit Petereit hätte Sermanoukian gerne fortgeführt. Da sich der 35-Jährige beruflich aber verändert hat und unsicher ist, ob dies mit dem Traineramt vereinbar ist, wird Sermanoukian vorerst ins erste Glied rücken. Sobald Petereit aber merke, dass es doch funktioniere, dürfe er gerne wieder übernehmen.

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